Gib deinem Leben nicht mehr Jahre, gib den Jahren mehr Leben!


Achtsamkeit im Alltag


Achtsamkeit bezeichnet einen Zustand entspannter Aktionsbereitschaft. Zugrunde liegt eine lebendige Wachheit, offen für Wahrnehmungen aus allen Richtungen, frei von vorhergehenden Festlegungen. Aus Achtsamkeit entsteht Aufmerken und nur da, wo sinnvoll Konzentration.
Ständige Konzentration führt zu Ermüdung und Einengung des „Blickfeldes“. Die auf lange Konzentration folgende Entspannung ist schlaff und energiearm. Achtsamkeit kann mühelos über lange Zeit gehalten werden. Achtsame Menschen setzen ihre Fähigkeit zur Konzentration (Fokus) sparsam ein und halten so lange einen energiereichen Körper- und Geistzustand. Dieser Zustand wird zudem subjektiv als angenehm empfunden und verbessert die individuelle Leistungsfähigkeit. Dies beschreibt ebenso den Zustand des Kriegers wie des Meditierenden. Es ähnelt der Katze die scheinbar schläfrig, lange vor dem Mauseloch ausharrt und doch sofort und blitzschnell zuschlagen kann.

Klangschale

Zeit


Versuche dir für deine Tätigkeiten ausreichend Zeit zu nehmen und nicht immer etwas „eben zwischendurch“ zu erledigen. Nehme insbesondere den Abschluss einer Aktivität bewusst wahr.
Nimm dir täglich „deine Zeiten“ für Bewegung und Entspannung.
Ruhe gezielt und kurz aus, wenn Ermüdung anfängt und nicht erst , wenn du erschöpft bist.. Du bist dann im gesamten Tagesverlauf leistungsfähiger.

slow

Bewusstheit


Mache dir in alltäglichen Bewegungen und Haltungen bewusst. Spürst du das, wie du etwas tust, wie viel Kraft du dazu brauchst, wie „schön“ diese Bewegung ist, wie du hinterher entspannst…? Meide alles ruckartige, eckige, bewege dich rund.
Wiederhole Alltagsbewegungen manchmal im Tai Chi Zeitlupentempo, damit du sie besser verstehst. Übe dich im Flow.

subtil

Atmung


Beobachte beim Sprechen und bei Alltagstätigkeiten deinen Atem. Halte nie die Luft an. Nimm dir so häufig wie möglich die Zeit, mit der Atemlenkung zum Zwerchfell „in die Ruhe zu treten“. Atme tief aus! Und - Noch etwas mehr.
Atme natürlich (nach Bedarf) und ohne Zwang.

Gleichgewicht


Versuche bei allen Aktivitäten Im Sitzen wie im Stehen und der Bewegung im Gleichgewicht zu sein (außen und innen). Unterscheide dabei Fall-Linie ( Stand ) und Kraftlinie (z. B. Autoanschieben). Spüre, ob ein - oder beidbeiniges Gleichgewicht die Aktivität stützt. Verbessere deine Position zum Gegenstand deines Handelns.
Nutze Möglichkeiten zum aufrechten „Gelassenheits- Stehen, Sitzen oder – Gehen“.

dove

Kraft


Übe das „mühelose Leisten“. Vermindere den Kraftaufwand bei gleicher Wirkung (Türöffnen, Heben...). Unterstütze Kraftarbeit, wo es möglich ist, durch den Einsatz der Bein- und Rumpfmuskulatur.
Entspanne dich beim Erfühlen der Kraftlinie, ohne dabei die funktionale Struktur aufzugeben. (Halte diene Position und sinke).
Entspanne dich nach jeder starken Belastung bewusst für einen Augenblick.Lass die PC-Maus los, wenn du sie nicht bedienst, lockere und dehne den Arm.


upright

Haltung


Richte den Körper vom Kopf her auf, wie von oben gehalten, so wie es bei einer Marionette ist.

Dies sind einige Anregungen. Mache dich sich selbst auf die Suche nach Formen, Mühelosigkeit und Flow im Alltag anzuwenden und diese so zu einer sicheren Handlungsgrundlage zu entwickeln.